Wie Kuh „Mathilda“ ins Klassenzimmer kam
Hockenheimer Schülerin gewinnt Haus Edelberg-Schreibwettbewerb über Schulstreiche von einst
104 Jungautoren beteiligten sich im Umfeld des Senioren-Zentrums in Neulußheim am 2. Kinderschreibwettbewerb unter dem Motto: „Auch wir waren keine Engel“.
Hinreißend die Geschichte über „Mathildas ersten Schultag“, in der die Hockenheimer Sechstklässlerin Luisa Jardot von der Markus-Realschule Altlußheim aus dem Nähkästchen ihrer Oma plaudert. Es war Omas Freundin „Maria“, die auf die Idee kam, in ihrem Heimatdorf mal für etwas Aufregung zu sorgen, indem sie ihre Kuh „Mathilda“ bis ins Klassenzimmer schleppte. Alle Versuche, das liebe Vieh vor dem Erscheinen des Lehrers wieder zu entfernen, scheiterten. Mathilda blieb stur, ließ gar vor den Augen des Lehrers einen Kuhfladen mitten ins Klassenzimmer fallen und trat nur mit vereinten Kräften den Rückzug an. Die Strafe: Zehn zusätzliche „Vaterunser“ im Sonntagsgottesdienst.
Luisa Jardot schrieb sich damit an die Spitze des Wettbewerbs am Standort Neulußheim und durfte dafür am Samstag vor großem Publikum im Haus Edelberg von der Hockenheimer Redakteurin Hanna Weber als Jurymitglied und Hausleiterin Waltraud Jansen (Foto) 50 Euro Taschengeld und einen Büchergutschein in derselben Höhe entgegennehmen. Den zweiten Platz belegte Amelie Büchner (Huttenheim) von der Markus-Realschule Altlußheim ; Rang drei erreichte Anton Willinsky aus Altlußheim an der Albert-Schweitzer-Schule. Insgesamt wurden die Plätze eins bis fünf mit attraktiven Preisen belohnt.
